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Album Florian Döling European Quartet - Schwebend- ab Juli 2026 erhältlich

Ein Zyklus von sieben stilistisch vielfältigen Kompositionen des Kontrabassisten Florian Döling, interpretiert von einem trinationalen Quartett von Musikern, die in dieser Besetzung erstmals zu hören sind. Dass die vier Instrumentalisten dennoch völlig natürlich und wie jahrelang eingespielt zusammenwirken, zeigt trotz unterschiedlicher musikalischer Ursprünge nicht nur ihre tiefe Verwurzelung in der gemeinsamen großen Tradition des Jazz, sondern auch eine erstaunliche kreative Seelenverwandtschaft. Lassen die Stücke doch sehr viel Raum für den individuellen und spontanen Ausdruck jeder einzelnen der vier künstlerischen Persönlichkeiten, die ohne schöpferische Grenzen miteinander kommunizieren und ihr gemeinsames Anliegen in Klänge übersetzen.

Coverbild und Titelstück verweisen auf den Assoziationsraum hinter den Kompositionen: das aufgewühlte Meer symbolisiert für Florian Döling den Zustand einer krisengeschüttelten Welt am Rande verschiedenster, sich überlagernder Katastrophen. Die Möwen, die über dem unruhigen Wasser schwebend ihre Runden ziehen, stehen für die einzelnen Individuen auf der Suche nach der inneren Distanz, aus der ein seelisches Gleichgewicht und die Möglichkeit von Zukunftshoffnung überhaupt erst entstehen können. Diese beiden kontrastierenden Elemente werden als musikalisches Prinzip des Titelstücks eindrucksvoll hörbar.

Die weiteren Titel des Albums bauen diese Thematik aus. Die erste Komposition, „First Dawn“, gibt die Richtung vor: Sie imaginiert den Beginn eines neuen Zeitalters der Einheit zwischen der Natur und ihren Geschöpfen, als Gegenpol zu menschlichem Zerstörungswerk. „Iridescent Drops“ stellt der „Möwenperspektive“ aus der vorausgehenden Titelkomposition den konzentrierten Blick auf die winzig kleinen Wunder der Natur entgegen: glitzernde Tautropfen im Morgenlicht inspirieren zur Ehrfurcht vor der Schönheit des Planeten. Die Ballade „Lullaby“ im Zentrum des Albums lässt eine Sehnsucht nach Ruhe, Trost und Aufgehobensein erahnen, während die folgende Komposition „Go, Azazruk!“ rhythmisch vorwärtsdrängend einen Eindruck kämpferischen Getriebenseins hervorruft. „Somewhere“ und „Traumwelten“ schlagen den Bogen zurück zur Utopie einer besseren, harmonischeren Welt, die Vitalität, aber auch Heimat und Geborgenheit einschließt.

Eine Musik, die den Zustand des „Schwebens“ nicht als unsicheren „Schwebezustand“, sondern als positive, kraftvolle Seelenlandschaft interpretiert, von der frische Impulse für eine Vision der Einheit und Verbundenheit allen Lebens ausgehen können.                         

Text: Ruth Mader-Koltay, April 2026

Credits

  • Recorded on August 12th, 2025 
  • Recording Engineer: Juan José Cabillas
  • Mix & Pre-Master: Florian Döling
  • Vinyl-Master: Temple Studio by Oliver Noack & Frank Schmidt
  • produced by Florian Döling copyright 2026